Druck-ABC: F-J

F

Fadenzähler
Ein Fadenzähler ist eine starke Lupe mit einer drei- bis zwölffachen Vergrößerung. Er dient in der Druckvorstufe zur Raster- und Passerkontrolle.

Falzen
Falzen ist eine Technik der Druckweiterverarbeitung. bei der ein Druckbogen so gefaltet wird, dass die einzelnen Seiten eines Buchs in Leserichtung nacheinander angeordnet sind. Die einfachste Falzung ist die Ein-Bruch-Falzung. Bei ihr wird das Blatt/Bogen einmal meist in der Mitte gefaltet, so dass 4 Seiten entstehen. Es sinnvoll, schwerere oder gestrichene Papiere ab 100 g/qm vor dem Falzen zu rillen, damit das Papier nicht aufreist. Falzarten sind z. B.: Ein-Bruch-Falz, Altar-/Fensterfalz, Wickelfalz, Leporello-/Zickzackfalz, Kreuzfalz.

Farbauszüge
siehe Farbseparation

Farben
Gedruckt wird in 4c-Euroscala (CMYK: Cyan – Magenta – Yellow – Schwarz) und / oder Sonderfarben (HKS oder Pantone). RGB dient ausschließlich zur Bildschirmdarstellung und kann nicht gedruckt werden.

Farbmanagement
siehe Color Management

Farbprofil
Farbprofile werden von Farbmanagement-Systemen zur Steuerung der Farbwiedergabe verwendet. Ein Profil beschreibt die Eigenschaften der Farbwiedergabe eines bestimmten Gerätes (Scanner, Monitor, Proof) oder einer Maschine im Druck. Das Profil stellt in tabellarischer Form die geräteabhängigen Farbwerte (z. B. RGB bei Scannern) und die geräteunabhängigen Farbwerte (z. B. CIELAB) gegenüber.

Farbmodus
siehe CMYK-Modus, Bitmap-Modus, Graustufenmodus.

Farbraum
Der Farbraum beschreibt den Umfang der darstellbaren Farben von Software, Geräten und Maschinen. Auch die menschliche Farbwahrnehmung wird durch einen Farbraum definiert. Die Farbräume CIELAB, RGB und CMYK bezeichnen die Art der Farb-Wiedergabe.

Farbseparation
Beim Vierfarbdruck wird das digitalisierte Bild der Vorlage mit Hilfe von Computersoftware in in die vier Prozessfarben CMYK getrennt (separiert). Jeder Farbauszug umfasst nur die jeweiligen Anteile der entsprechenden Farbe.

Farbtemperatur
Maß für den Farbeindruck einer Lichtquelle, gemessen in Kelvin (K). Für die Farbabstimmung werden Norm-Lichtarten empfohlen, die einer bestimmten Farbtemperatur entsprechen, z. B. D50, D60.

Farbtiefe
Die Farbtiefe ist die Anzahl der Farbabstufungen, die für die Darstellung einer Bilddatei zur Verfügung stehen. Ein Schwarz-Weiß-Bild besitzt eine Farbtiefe von 1 Bit (Schwarz oder Weiß). Bei Farbbildern bedeutet eine Farbtiefe von 24 Bit eines RGB-Bildes, dass jede Farbinformation eines Farbkanals (Rot, Grün oder Blau) mit 8 Bit definiert wird, also 256 Farbabstufungen je Farbkanal dargestellt werden können. Mit 3 x 8 Bit = 24 Bit können insgesamt 16,7 Mio. Farbabstufungen gespeichert werden. Die meisten Computermonitore können nur 8 Bit pro Kanal darstellen.

Flachdruck
Ddruckende und nichtdruckende Elemente der Druckform flach nebeneinander, also auf einer Ebene. Das Prinzip beruht auf dem chemischen Gegensatz von Fett und Wasser. Die druckenden Elemente sind hydrophob, d.h. fettfreundlich, und nehmen dadurch die fettreiche Druckfarbe an. Die nichtdruckenden Stellen hingegen werden mit einem Wasserfilm befeuchtet. Da sie hydrophil, d.h. wasserfreundlich sind, nehmen sie das Feuchtwasser auf und stoßen die Druckfarbe im Druckprozess ab. Die am häufigsten verwendete Form des Flachdrucks ist der Offsetdruck.

Fensterfalz
siehe Altarfalz

Fließtext
Text, der in einem Stück ohne Unterbrechung durch Absätze, Überschriften, Abbildungen, Fußnoten etc. fortgeführt wird. Der Text „fließt“ dabei von einer Zeile in die nächste. Zeilenumbrüche entstehen durch die Satzspiegelbreite, die zur Verfügung steht, und nicht durch inhaltliche oder gestalterische Gesichtspunkte.

Nach oben

G

Gautschen
Gautschen ist ein bis ins 16. Jahrhundert rückverfolgbarer Buchdruckerbrauch, bei dem ein Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie in einer Bütte untergetaucht und/oder auf einen nassen Schwamm gesetzt wird. Mehr Informationen und Bilder finden Sie hier.

Gemeine
Kleinbuchstaben, auch Minuskeln genannt.

Gestrichene Papiere
Papiersorte, die mit einer Streichmasse unterschiedlicher Stärke und Zusammensetzung versehen wurde. Beispiele sind: Kunstdruckpapiere, Chromopapiere, gussgestrichene Papiere, Bilderdruckpapiere.

Gigabyte
Abkürzung für 1000 Millionen Bytes oder 1000 Megabytes.

Goldener Schnitt
Der Goldene Schnitt ist ein bestimmtes Verhältnis zweier Zahlen oder Größen: Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren Strecke verhält wie die Summe aus beiden zur größeren. Der Goldene Schnitt wird z. B. in der Kunst und Architektur als ideale Proportion verschiedener Längen zueinander angesehen. Durch ihn wirkt das Bild harmonischer und ästhetischer. Auch in der Natur ist der goldene Schnitt wieder zu erkennen.

Gradation
Mit einer Gradation werden in der Druckvorstufe Anpassungen der Farbdichte vorgenommen, um die Druckdaten an verschiedene Druckverfahren und Ausgabemedien mit je unterschiedlichem Tonwertzuwachs anzupassen und somit eine originalgetreue Reproduktion der Vorlage zu erreichen.

Graustufenmodus
Jeder Pixel eines Graustufenbildes hat einen Helligkeitswert von 0 (Schwarz) bis 255 (Weiß).

Greiferrand
Darunter versteht man die Fläche, die in der Druckmaschine nicht bedruckt werden kann, da die Druckmaschine den Druckbogen in diesem Bereich greift.

Nach oben

H

Halbtonbilder
Unter Halbtonbildern versteht man alle Vorlagen, die ineinander verlaufende Farben in jeder möglichen Tonabstufung zeigen (vom tiefsten Schwarz zum hellsten Grau bzw. vom hellsten Farbton zum dunkelsten). Beispiele für Halbtonbilder sind Fotografien, Bleistift-Zeichnungen, Aquarelle usw.

Heftung
Bezeichnung für ein Bindeverfahren. Die einzelnen Papierseiten oder die gefalzten Papierbogen werden vollautomatisch in der richtigen Reihenfolge zusammengetragen und in sich bzw. untereinander durch Faden (Fadenheftung) oder Draht (Drahtheftung) zu einem Heft oder Buchblock verbunden.

HKS
HKS ist ein Farbsystem, das von Hostmann-Steinberg, K+E Druckfarben und Schminke entwickelt wurde. Es beinhaltet 120 sogenannte Volltonfarben bzw. insgesamt 3520 Farbtöne für Kunstdruck- und Naturpapiere, die im HKS-Fächer dargestellt werden. Es ist das führende Farbsystem in Deutschland, da es übersichtlich und nachvollziehbar ist und höchste Farbsicherheit auf allen Bedruckstoffen bietet. Es gibt verschiedene HKS-Farbfächer, die der unterschiedlichen Farbwiedergabe in Abhängigkeit vom bedruckten Papier gerecht werden:
HKS K = Kunstdruckpapier (gestrichen)
HKS N = Naturpapier
HKS Z = Zeitungsdruckpapier
HKS E = Endlosdruckpapier

Hochdruck
Die druckenden Elemente der Druckform liegen höher als die nichtdruckenden Elemente und werden eingefärbt. Die erhabenen Stellen übertragen die Farbinformationen i.d.R. direkt auf den bedruckstoff. Beispiele für den Hochdruck sind der Buch- und Flexodruck.

Holzfreies Papier
Ausschließlich aus Zellstoff, also ohne oder mit max. 5% Anteil von Holzstoff hergestelltes Papier. Die Bezeichnung “holzfrei” ist irreführend, denn der Zellstoff wird auch hauptsächlich aus Holz hergestellt (es müsste eigentlich heißen “frei von Lignin”).

Nach oben

I

ICC-Profil
Ein ICC- bzw. Farbprofil ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts (Monitor, Drucker, Scanner…) beschreibt und zur Umrechnung von Bilddaten z. B. vom RGB-Modus in den für das jeweilige Druckverfahren bestimmten CYMK-Farbraum dient.

Inch
Die Längeneinheit Inch (Zoll) entspricht 2,54 Zentimeter.

Initiale
Schmückernder Anfangsbuchstabe, der als erster Buchstabe von Kapiteln oder Abschnitten verwendet wird.

Nach oben

J

Keine Einträge vorhanden.

druck-abc1