Druck-ABC: K-O
K
Kapitälchen
Kapitälchen sind Großbuchstaben in der Höhe der Kleinbuchstaben.
KB
Abkürzung für Kilobyte (1 KB = 1024 Byte); dienen als Maßeinheiten für Datenmengen in der Informatik.
Klebebindung
Bindeverfahren, bei dem die Rohbogen mit Hilfe eines Klebstoffes miteinander verbunden werden.
Komplementärfarbe
Ein Begriff aus der Farbenlehre, der die jeweils im Farbkreis gegenüber liegenden Farben bezeichnet, z. B. Rot und Grün oder Blau und Gelb. Sowohl bei der Additiven als auch bei der Subtraktiven Farbmischung bezeichnet man diejenige Farbe komplementär, die mit der Ursprungsfarbe gemischt einen Grauton ergibt.
Komprimierung
Auch Kompression genannt; Verkleinern der Datenmenge von Rastergrafiken durch Weglassen oder Vereinfachen überflüssiger Bildinformation. Es gibt verlustfreie und verlustbehaftete Komprimierungsverfahren. Bei letzteren geht Bildinformation verloren, d.h. es entsteht ein Qualitätsverlust. Daten werden komprimiert, um weniger Speicherplatz zu verbrauchen oder um die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Kursiv
Ein Schriftschnitt, bei dem die Schrift nach rechts geneigt, also schräglaufend ist. Kursivschrift dient zur Hervorhebung der Schrift innerhalb von Texten und Textpassagen.
L
Laufrichtung
Bei der industriellen Papierherstellung ist mit Laufrichtung die Anordnung der Zellstofffasern im fertigen Produkt gemeint. Das fertige Papier lässt sich später in Faserrichtung leichter biegen als gegen die Faserrichtung.
Laufweite
DTP-Ausdruck für “Buchstabenabstand”. Die Laufweite gibt an, wie weit der Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben einer Schrift ist. Die Laufweite kann mittels eines Textverarbeitungs- und Bildprogramms beliebig verändert werden.
Layout
Entwurf einer Drucksache, der dem Gestalter oder dem Auftraggeber einen Eindruck über die spätere Ausführung vermitteln soll. Das Layout legt fest, wo Texte und Bilder auf einer Seite platziert werden sollen, wobei die enthaltenen Texte nicht dem späteren Original entsprechen müssen – es kann Blindtext verwendet werden. Meist folgt das Layout einer vorher festgelegten, standardisierten Vorlage, dem Satzspiegel.
Leporellofalz
Der Leporellofalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei der zwei oder mehrere Teile des Falzbogens in wechselnden Richtungen gefalzt werden. Dadurch ergibt sich eine Zickzack-artige Falzung, weshalb diese Form auch Zickzackfalz oder Z-Falz genannt wird. Bei zwei parallelen Falzungen ergeben sich aus einem Falzbogen 3 Blatt bzw. 6 Seiten. Man spricht hier von einem Zweibruch-Leporellofalz. Ein Dreibruch-Leporellofalz ergibt 4 Blatt bzw. 8 Seiten usw.
lpi (lines per inch)
siehe dpi
M
Makulatur
Fehlerhafte, unbrauchbare Drucke.
Magenta
= Purpurrot, siehe CMYK
MB
Abkürzung für Megabyte. Millionen von Bytes. Oft gebraucht im Zusammenhang mit der Kapazität von Speichermedien.
Manuskript
lat.: Manus = Hand, scriptum = Geschriebenes
Enthält den Text für das Druckprodukt.
Moiré
französisch: moiré = Gewebe mit Schillermuster
Mit Moiré wird die störende Musterbildung durch ungünstige Überlagerung regelmäßiger Strukturen bezeichnet, z. B. durch falsche Rasterwinkelung im Mehrfarbendruck.
N
Naturpapier (ungestrichenes Papier)
Papiersorte, die mit keinem Zusatzstoff in Berührung kommt. Beispiele sind: maschinenglatte, satinierte, gepresste, geprägte, gehämmerte Papiere.
Nuten
Unter Nuten versteht man das Heraustrennen eines Materialspans aus einem dicken Karton oder aus Pappe, damit das Umbiegen später leichter erfolgen kann. Bei Faltblättern ab einer bestimmten Stärke kann das Papier durch die Laufrichtung leicht brechen. Bei dicken Kartons und Pappen (ab ca. 200 g/m²) sollte man deswegen auf die Nutung zurückgreifen.
Nutzen
Anzahl gleichartiger Exemplare auf einem Druckbogen.
O
Offsetdruck
Beim Offsetdruck werden die Druckdaten auf einen Offsetfilm belichtet, der dann zur Erstellung der Druckplatten verwendet oder bei neueren Techniken direkt auf die Druckplatte belichtet wird. Auf die Druckplatten trägt sich dann die Farbe auf, die dann auf das Gummituch der Druckmaschine übertragen wird. Der Gummituchzylinder druckt letztendlich auf das Papier. Bei hohen Auflagen ist diese Drucktechnik immer noch die preiswerteste Lösung und ist im Bücher-, Zeitungs-, Akzidenz- und Verpackungsdruck weit verbreitet.

