Druck-ABC: P-T

P

Pantone
Farbsystem für Sonder- und Prozessfarben. Pantone kommt aus den USA und ist in Europa ebenfalls stark verbreitet. Die einzelnen Farben werden mit Hilfe von Farbfächern und Farbtabellen ausgewählt.

Papier
Bedruckstoff aus pflanzlichen Fasern (Holz), Wasser, Füllstoffen, Leimen, Farbstoffen und chemischen Hilfsmitteln.

Papierformate
siehe DIN-Formate

Parallelfalz
Der Parallelfalz ist die einfachste Falzart. Hier verlaufen alle Falze parallel. Zu den Parallelfalzen gehören z. B. der Wickelfalz, der Altarfalz und der Leporellofalz. Parallelfalze finden häufig bei einfachen Werbedrucksachen Anwendung.

Passmarken
siehe Beschnittmarken

PDF (Portable Document Format)
Das PDF ist ein universelles Dateiformat für den plattform- und programmunabhängigen Datenaustausch., das alle Schriften, Formatierungen, Farben und Grafiken eines beliebigen Quelldokuments beibehält – unabhängig von dem Programm und dem Betriebssystem, mit dem es erstellt wurde. PDF-Dateien sind kompakt und können von jedermann gemeinsam genutzt, betrachtet und exakt ausgedruckt werden.

Perforieren
Stanzungen in das Material (Papier, Karton, Pappe), um ein Abtrennen eines Teiles zu ermöglichen (z. B. bei einer Eintrittskarte).

Pixel
Abkürzung für Picture Element. Pixel bedeutet Bildpunkt und ist die kleinste Darstellungseinheit bei der Erfassung, Verarbeitung und Ausgabe von Dateien. Jeder Bildpunkt wird im Computer als eine oder mehrere Zahlen verarbeitet, durch welche Helligkeit und Farbinformation des Punktes definiert sind.

Prepress
siehe Druckvorstufe

Proof
Ein Proof ist ein farbverbindlicher Einzeldruck einer Vorlage, der einen echten Druck möglichst optimal simuliert. Ein Proof dient der Kontrolle des zu erwartenden Druckergebnisses. Die Herstellung eines Proofs kann über Farbdrucker, Laminierungstechnik, digital oder durch Andruck erfolgen.

Prozessfarben
Prozessfarben (auch Skalenfarben genannt) bezeichnen die beim Vierfarbendruck verwendeten Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz – abgekürzt CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz). Zusätzliche Effekte kann man mit Schmuck- oder Sonderfarben erzielen, für die jeweils zusätzliche Druckstationen erforderlich sind. Die Prozessfarben für den Bildschirm sind Rot, Grün und Blau.

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Q

Quantisierung
Die Umwandlung von Messwerten in Zahlen beim Digitalisieren analoger Vorlagen. Beim Scannen beispielsweise wird für jeden Bildpunkt ein Wert gemessen und in eine binäre Zahl umgewandelt, die im Computer verarbeitet werden kann.

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R

Raster / Rasterung
Bezeichnet ein Verfahren in der Drucktechnik, um Halbtonbilder darzustellen, d.h. um Farb- oder Helligkeitsabstufungen drucken zu können. Es werden dabei keine Flächen gedruckt, sondern einzelne Rasterpunkte. Die Abstände der Rasterpunkte werden in lpi (lines per inch) angegeben. Verläufe in Farbe oder Helligkeit werden durch zunehmende Größe der Rasterpunkte erzeugt.

Rastergrafik
Auch Pixelgrafik oder Bitmap genannt. Beschreibung eines Bildes in Form von computerlesbaren Daten. Rastergrafiken bestehen aus einer rasterförmigen Anordnung von sog. Pixeln (Bildpunkten), denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist. Die Hauptmerkmale einer Rastergrafik sind daher die Bildgröße (Breite und Höhe gemessen in Pixeln, umgangssprachlich auch Bildauflösung genannt) sowie die Farbtiefe. Je höher die Auflösung, desto mehr Punkte müssen gespeichert werden. Die Dateien lassen sich durch Komprimierungsverfahren verkleinern.

Rastertonwert
prozentuales Verhältnis der mit Rasterpunkten bedeckten Fläche zur Gesamtfläche.

Rasterweite
Anzahl der Rasterelemente pro Streckeneinheit (Zenitmeter oder Inch). Raster werden für die Darstellung von Halbtonbildern oder Flächen verwendet.

Rasterwinkel / Rasterwinklung
Lage der Rasterelemente zur Bildachse. Um eine störende Moiré-Bildung zu vermeiden, werden die Rasterpunkte in jeder Druckfarbe anders gewinkelt.

Retusche
Die nachträgliche Verbesserung oder Veränderung einer Oberfläche, eines Fotos oder Bildes.

RGB (Rot – Grün – Blau)
Ein RGB-Farbraum ist ein additiver Farbraum, der Farbwahrnehmungen durch das additive Mischen dreier Primärfarben (Rot, Grün und Blau) nachbildet. Er wird von Geräten benutzt, die ihre Farben aus Lichtstrahlen erzeugen und die sich bei einer Übereinander-Projektion zu Weiß addieren (Scanner, Digitalkameras, Monitore, Beamer). Man spricht auch von additiver Farbmischung. Für den Druck müssen die RGB-Daten im Verlauf des Produktionsprozesses in CMYK gewandelt werden. Dabei entstehen Farbveränderungen, die mit Hilfe des Farbmanagements kontrolliert werden können.

Rillen
Unter Rillen versteht man das Eindrücken von Vertiefungen in Papier, Karton oder Pappe, um die Biegefähigkeit des Materials zu verbessern und somit eine saubere Falzung zu ermöglichen.

RIP
Raster Image Processor. Hard- oder Softwaresystem für ein Bildausgabesystem auf der Grundlage von Postscript. Durch die Umrechnung der PostScript-Dateien in eine Belichtungsmatrix wird das Ausgabesystem gesteuert.

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S

Schneidemarken
Siehe Beschnittmarken

Schriftart
Die Schriftart ist die grafische Gestaltung bzw. die Gesamtheit der Eigenschaften eines Zeichensatzes / einer Schrift.

Schriftfamilie
Die Schriftfamilie bezeichnet eine Gruppe zusammengehörender Schriftschnitte mit unterschiedlichen Breiten (schmal, breit, …), Strichstärken (leicht, normal, fett, …) und Zeichenlagen (normal, kursiv, …). Unter Schriftfamilie versteht man also die unterschiedlichen Ausprägungen einer Schrift, die denselben Namen tragen (z. B. Times)

Schriftschnitt (Schriftstil)
Ein Schriftschnitt (auch Schriftstil genannt) ist eine Variante der Schriftart. Hierbei werden unter anderem die Stärke, Laufweite und Lage der Schrift verändert. Mehrere verwandte Variationen werden als Schriftfamilie bezeichnet.

Siebdruck
Wird auch Druchdruck genannt. Die Farbe wird an den druckenden Stellen mit Hilfe eines Rakels durch ein Gewebe gedrückt. An den nichtdruckenden Stellen sind die Zwischenräume des Gewebes abgedeckt und dadurch undurchlässig.

Sonderfarben
Eine Sonderfarbe (auch Schmuckfarbe) ist eine zusätzlich zu den Grundfarben verwendete Druckfarbe beim Mehrfarbdruck, also eine Druckfarbe, die nicht aus den Standard-Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb oder Schwarz besteht. Der Begriff umfasst Volltonfarben für zusätzlichen Farbtiefenumfang ebenso wie Effektfarben. Jede Sonderfarbe ergibt einen zusätzlichen Farbauszug für den Druck. Die Sonderfarben werden in Anwen-dungsprogrammen mit Hilfe von Farbtabellen ausgewählt. Beispiele für Sonderfarben sind HKS oder Pantone.

Subtraktive Farbmischung
Körperfarbmischung. Reflektiert ein Körper Licht, wird dabei nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Farbe des Lichtes verändert. Dabei werden immer Anteile der Lichtfarbe reduziert (subtraktiv = reduzierend). Einzelne Frequenzbereiche (Farben) werden aus dem gesamten Spektrum des sichtbaren Lichts herausgefiltert.

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T

Tiefdruck
Die druckenden Elemente der Druckform, die sogenannten Näpfchen, sind vertieft. Beim Drucken wird die ganze Druckform mit Farbe bedeckt und mit einem Rakel abgezogen. Nur in den Näpfchen bleibt Farbe zurück. Die Farbe aus den Näpfchen wird auf den Bedruckstoff übertragen. Heutige Verfahren des Teifdrucks sind der Illustrationstiefdruck und der Tampondruck.

Tonwertzunahme
Durch meschanische Verbreiterung des Rasterpunktes beim Druck entsteht ein insgesamt dunkleres Druckergebnis bei Rasterflächen. Um diesen Effekt zu vermeiden, muss mittels geeigneter Korrekturmaßnahmen die Rasterpunktgröße (v. a. im Mitteltonbereich) so reduziert werden, dass der gedruckte Rasterronwert dem Tonwert der Vorlage entspricht.

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